REFERENZEN

Hamburger Abendblatt / 1. April 2019:

Den Kontrast zu Riemanns manchmal gehörig unter Bedeutungsschwere ächzendem Vortrag lieferte Shirinyans Klavierspiel. Sanft perlend bei Robert Schumanns „Am Abend“, lebendig springend bei Béla Bartóks „Rumänischen Tänzen“. Shirinyan beherrschte unterschiedliche Phrasierungen, einen ganz eigenständigen Ton fand sie allerdings im harten Anschlag, wenn Rhythmus und Anarchie die Kompositionen kaperten: bei Alexander Arutjunians „Armenischem Tanz“ oder bei Tigran Mansurians „Drei Stücke in dichten Tönen“ etwa. Hübsch auch wie ein eigentlich ohrenfreundliches Werk wie Frédéric Chopins „Ballade Nr. 4, f-Moll, Op. 52“ zwar konventionell begann, aber gegen Ende dann doch noch von der unbändigen Spiellust der Musikerin ins Chaos gestürzt wurde.
Das Publikum jedenfalls ließ sich begeistern von Shirinyans Spiel. Und ebenso nötigte einem Riemanns zutiefst ernsthafte Auseinandersetzung mit der Literatur Respekt ab.

Hamburger Abendblatt

Klein aber fein

„Festival Koinzidenz“ in der Hamburger Kampnagelfabrik

Im Rahmen der neu gegründeteten Konzertdirektion „Festival Koinzidenz“ fand vergangenes Wochenende ein gemischter Ballettabend statt. Die Vielfalt des Programms ist dem ehemaligen Hamburger Tänzer Braulio Alvarez zu verdanken.

Die Konzertdirektion „Festival Koinzidenz“ ist noch neu in Hamburg, gerade erst gegründet von Altug Ünlü, Komponist und Professor für Musik. Sie ist vorwiegend für klassische Konzerte und Lesungen tätig, hat aber auch ein Faible für den Tanz. Und so hatte Prof. Ünlü den ehemaligen Hamburger Tänzer Braulio Alvarez, der heute als Solist beim Tokyo Ballet im Engagement ist, mit der künstlerischen Leitung eines etwas großspurig „Tanz-Gala“ benannten gemischten Ballettabends beauftragt.
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Annette Bopp, tanznetz.de